Weizen:
Weiter hohes Preisniveau nicht nur aufgrund der Börsenentwicklung, sondern auch wegen der hohen Energiepreise.

                     

Sonnenblumenkerne Bakery:
Die Ernte ist beendet und liegt knapp unter den Schätzungen.
Preise haben sich auf aktuellem Niveau stabilisiert.
Aktuell besteht eine geringe Auslastung bei den Schälmühlen.

Kürbiskerne:
Preise für die neue Ernte haben nachgegeben.
Einen Teil zum Preisrückgang tragen die deutlich rückläufigen Frachten aus China bei.

Sesam:
Die weltweiten Ernten liegen in der Menge hinter dem Vorjahr. Ware aus Indien liegt fester im Preis, Afrika zieht die Preise sukzessiv an.
Die Ernten in Afrika laufen noch bis Dezember.
Der Markt ist aktuell stabil, Preisniveau wird vom Wechselkurs beeinflusst.

Leinsaat:
Die Ernten in Kasachstan und Russland sind gut. Kanada ist preislich deutlich höher.
Dies spiegelt auch das aktuelle Preisniveau wider.
Abhängig von den weiteren Entwicklungen in der Ukraine, kann der Preis noch weiter nachgeben.

Mandeln:
Verschiffungszahlen für den Monat September 2022 fallen zum Vorjahresmonat um 17,2%.
Der aktuelle Bedarf nach Mandeln ist weiterhin rückläufig und die Bestände hoch.
Durch den aktuell schlechten Wechselkurs wird die neue Ernte preislich über der alten Ernte gehandelt.

Haselnüsse:
Die Ernte ist fast beendet und die Rohware wird zum Großteil zur TMO gebracht oder verbleibt beim Bauern, in der Hoffnung auf höhere Preise.
Ein klares Bild zeichnet sich noch nicht ab.

Sultaninen:
Die Trocknung ist beendet und wir gehen davon aus, dass durch den Regen viel Type 8 und Type 9 verfügbar sein wird.
Type 10 und 11 wird hingegen mit Aufschlägen angeboten.
Der Markt ist stabil und wir erwarten in den nächsten Wochen wenig Bewegung in den Preisen.

Zucker:
Das Preisniveau hat sich leider weiter zum negativen entwickelt. Aktuelle Spotangebote liegen inzwischen bei fast 1,30€/kg. Die Europäische Kommission gab bekannt, dass die Zuckerproduktion in Europa in der Saison 2022/2023 um 6,9% auf 15,5 Millionen Tonnen sinken dürfte.

Speiseöl:
Der Markt hat sich stabilisiert und bewegt sich aktuell seitwärts.
Eine geringe Aussaat bei Mais, Soja und Weizen haben Einfluss auf die Preisentwicklung.

Molkereiprodukte (weiße Linie):
Es kommen immer mehr Signale, dass der Milchmarkt seinen preislichen Höhepunkt erreicht und evtl. in Teilbereichen bereits überschritten hat. Die Milchmengen sind inzwischen in wichtigen „Milch Ländern (DE, NL, PL)“ zum Vorjahr gestiegen. Dennoch fordern die Molkereien vom LEH eine Milchpreiserhöhung zum 1. Januar 2023 von ca. 8 bis 12 Cent pro Liter. Was hiervon umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Eine fehlende preisliche Wettbewerbsfähigkeit von Europa auf dem Weltmarkt und Kaufzurückhaltung bei europäischen Kunden hat zu rückläufigen Pulverpreisen geführt.

Butter:
Nachfrage nach abgepackter Butter ist gut, wird aber etwas niedriger als in den Vorjahren eingeschätzt.
Aktivitäten am Markt für Blockbutter weiter abwartend.
Ausreichend Rohware und verhaltene Nachfrage bei Blockbutter lassen die Preise sinken.

Käse:
Aktuell hat sich der Markt auf einem sehr hohen Preisniveau stabilisiert, weitere Preisveränderungen deutscher und niederländischer Produzenten liegen nicht vor.

Eiprodukte:
Trotz der aktuell sehr hohen Preise wird die Lage im Eiermarkt immer dramatischer.
Produzenten geben keine langfristigen Angebote mehr ab, Angebote basieren oft nur noch auf Tagespreisen.
Grund dafür sind die niedrigen Bestände der Legehennen und das frühe Auftreten der Vogelgrippe.

TK Erdbeeren:
Seit Beginn der Ernte hat sich der Markt zunehmend befestigt. Die Preise für Qualitäten mit rein osteuropäischer Rohware sind fest auf hohem Niveau.

TK Himbeeren:
Es trifft zunehmend Warendruck auf eine schwache Nachfrage.
Serbien hat hohe Rohwarenpreise gezahlt, während Polen und die Ukraine mit niedrigen Rohwarenpreisen kalkuliert.
Insgesamt tendiert der Markt schrittweise nach unten.

TK Pflaumen:
Die Preise in Serbien haben sich stabilisiert und es steht ausreichend Ware auf dem bisherigen Niveau zur Verfügung.

TK Rhabarber:
Die Ernte in Polen ist dieses Jahr sehr schlecht ausgefallen.
Die Preise sind auf einem sehr hohen Niveau.
Langfristige Angebote gibt es nicht, es werden nur prompte Lieferungen angeboten.