Weizen:
Weiter sehr stark schwankende Kurse auf hohem Niveau!
Es kommt jetzt darauf an, welche Mengen aus der Ukraine exportiert werden können.

                     

Saaten:
Sonnenblumenkerne: Preise geben langsam nach, langfristige Kontrakte (neue Ernte) inzwischen möglich.
Sesamsaat: Preise im Ursprung etwas fester.
Leinsaat: Preise geben langsam nach, langfristige Kontrakte momentan nicht möglich.
Kürbiskerne: bis Jahresende gedeckt auf aktuellem Niveau.

Mandeln:
Weiter auf einem recht günstigen Niveau. Am 8. Juli findet eine Ernteschätzung in Kalifornien statt.
Wenn dort eine hohe Menge prognostiziert wird, könnten die Preise noch etwas nachgeben.

Haselnüsse:
Trotz guter Ernte erwarten wir weiterhin feste Preise, gesteuert von Währung und Zins.

Sultaninen:
Die neue Ernte (ab ca. Oktober) entwickelt sich sehr gut.
Preise sind aktuell leicht rückläufig.

Konserven:
Als nächstes steht die Ernte der Sauerkirschen im Fokus.
Es gibt noch keine Preise für die neue Ernte.
Höhere Transport- und Energiekosten werden aber mit Sicherheit eingepreist, ebenso höhere Kosten für Weißblech.

Thunfisch:
Hohe Seefrachten, gestiegene Preise für Leerdosen und Sonnenblumenöl sowie unverändert niedrige Fänge, verursacht durch steigende Wassertemperaturen, sorgen auch weiterhin für steigende Preise.

Zucker:
Die Zuckerproduktion ist recht energieintensiv, und die Kosten für die bevorstehende Kampagne (ab 01.10.) sind aus heutiger Sicht nicht kalkulierbar.
So wie es aussieht gehen die Preise Richtung 1,- €/kg!

Speiseöl:
Rapsöl ab ca. Anfang August wieder etwas günstiger! Wir haben Ware bis Ende Dezember geordert, um die Versorgung zu garantieren.

Molkereiprodukte:
Milchanlieferung weiterhin unter Vorjahresniveau, Nachfrage sehr stabil. Kosten für Futtermittel und Energie weiterhin sehr hoch.
Zum 1. Juli 2022 setzen Molkereien weitere Preiserhöhungen für diverse Produkte um (Milch, Sahne, Quark).
Die Milchauszahlungspreise an die Bauern sollen weiter steigen, in der Hoffnung, dass die Milchproduktion ansteigt.

Butter:
Bedingt durch die schlechtere Nachfrage im LEH, sind die Abschlüsse für den Monat Juni leicht zurückgegangen.
Die allgemeine Nachfrage und Preislage sehr stabil.
Aktuell bewegt sich der Markt seitwärts.

Käse:
Der Markt ist immer noch geprägt von einer knappen Rohwarenverfügbarkeit.
Holländische Käsereien und Verarbeiter bereiten eine erneute Preiserhöhung im Juli vor.

Eiprodukte:
Rückläufige Nachfrage im LEH. Absätze im Bereich Freilandhaltung, Bio-Eier sowie regionale Ware aus allen Haltungsformen stark rückläufig. Dies führte zu einem Rückgang der Preise.
Kosten für Futtermittel und Energie halten die Preise aber weiterhin auf einem verhältnismäßig hohen Niveau.
Nach Meinung verschiedener Produzenten ist die preisliche Talsohle in diesem Jahr auf dem Eiermarkt erreicht.

TK Obst:
Demnächst stehen einige wichtige Ernten an (Kirschen, Himbeeren etc.).
Die Preise werden aber gerade im TK Bereich von Energie und Logistikkosten geprägt.
Trotzdem gibt es bei TK Himbeeren Hoffnung auf günstigere Preise.

Energiepreisentwicklungen:

Eine Fortsetzung der Preissteigerungen ist sehr wahrscheinlich. Aus Sorge vor Lieferengpässen wegen des Ukraine-Krieges reagiert der Markt auf minimale Veränderungen mit starken Schwankungen.